vorsätze 2018: warum sie scheitern werden (oder auch nicht)

 Warum handeln und denken wir anders, als wir eigentlich handeln und denken möchten?

 

Bis Ende Januar begegnet man ihm, dem Vorsatz, also dem festen Entschluss, in einer bestimmten Situation ein anderes Verhalten auszuführen.

Anlässe gibt es genug, auch in unseren Unternehmen und sooo schwierig kann es ja nicht sein:

Die Teamsitzungen besser strukturieren, das längst fällige Projekt endlich anfangen,...

Ab Feb. ist dann hinter dem VorSATZ ein "Punkt" und wir machen weiter wie bisher. Muss das so sein?


 

Optimales Handeln ist nicht schwierig, vorausgesetzt man tut es bereits.

 

Die Herausforderung liegt in der Veränderung, insbesondere wenn das Handeln, was wir ändern wollen, von Gewohnheiten geprägt ist.

Um erfolgreich Vorsätze umzusetzen, müssen wir 

  1. unser ganz natürliches und gewohnheitsmäßiges Verhalten unterlassen
  2. etwas anders machen.

Das war´s. Ist doch eigentlich einfach, oder?  Ist es aber nicht, wie wir aus Erfahrung wissen!

 

Unsere Vorsätze scheitern trotz unserer Erkenntnis, dass die Veränderung zu unserem Besten sein wird.

 

Für dieses menschliche „Phänomen“ und bekannte Verhalten gibt es längst auch eine Bezeichnung, die Status quo Verzerrung.

Damit wird die menschliche Neigung bezeichnet, immer wieder Entscheidungen zu treffen, die alles beim Alten belassen und so den Ist-Zustand erhalten. Ganz einfach läßt sich der Effekt mit „Ich will (doch) so bleiben wie ich bin“ beschreiben.

Wir tun was wir immer tun, obwohl wir eine Veränderung wählen können und oftmals auch "eigentlich" wollen.

 

Wir unterschätzen die systematischen Denk- und Wahrnehmungsfehler, die uns Menschen unbewußt eigen sind.

Privat wie auch in unseren Unternehmen tappen wir in die Falle:

  • Wir halten an Fehlentscheidungen fest und reden sie schön
  • Wir richten die Geschäftsentscheidungen an dem aus, war wir in der Vergangenheit gemacht haben, obwohl die Rahmenbedingungen sich verändert haben. Anderweitige Optionen werden ignoriert
  • Wir nehmen greifbare Vorteile nicht wahr, um die entferntere Chance des Versagens zu vermeiden
  • Wir gehen größere Risiken ein, um den Status quo zu erhalten, als um die Situation zu ändern

Wie können wir der "bewahrenden" Status Quo Verzerrung entgehen?

  1. Das Einfachste: Veränderungen und die gemachten Erfahrungen selbst zur Gewohnheit machen. Aktiv die Veränderung suchen, täglich etwas Neues wagen, etwas ausprobieren. Dadurch gewöhnen wir uns an den Gedanken, auch größere Dinge zu verändern.
  2. Nach dem Sinn des Staus Quo fragen. Prüfen, ob noch sinnvoll ist, was bisher sinnvoll war.
  3. Und sich bewusst sein: Motivation allein reicht oftmals nicht, damit Veränderung tatsächlich möglich wird. Es ist wichtig, die hemmenden Kräfte zu verstehen und diese versuchen zu reduzieren.

Dazu gehören oftmals auch unsere fehlerhafte Neigungen beim Entscheiden, was zu tun ist.

Diese sollten wir uns "bewusst machen" und kritisch hinterfragen um

  • gute Vorsätze endlich zu realisieren
  • und der Gefahr, faktisch komplett falsche Schlüsse zu ziehen, was die Wahl unserer Optionen angeht, zu entgehen

In diesem Sinn: Gutes Neues Jahr!